Archiv für November 2007

Was ist noch liberal an dieser FDP?

November 30, 2007

fragt FDP-Aktivistin Hanna Thiele im Magazin Novo.

„Wir sind die Partei der Aufklärung, bei uns ist die Diskussion die Mutter aller Dinge“, war vor nicht allzu langer Zeit aus dem Munde des liberalen Hoffnungsträgers Philipp Rösler zu entnehmen, seines Zeichens Vorsitzender der niedersächsischen FDP-Landtagsfraktion und Mitglied des Parteipräsidiums. Wehe aber, man kommt mit dem falschen Thema, dann ist es aus mit der Aufklärung und der Diskussion.

Klimawandel und CO2 sind solche Themen. Normalerweise sind ja Liberale keine Ideologen, denn sie lassen auch andere Überzeugungen gelten. Aber dieser Pluralismus hört auf bei der fixen Idee, das CO2 wäre verantwortlich für eine drohende Klimakatastrophe. Ohne wissenschaftliche Nachweise vorzulegen, hat die FDP im CO2 einen Staatsfeind ausgeguckt, dem man mit dem Kiotoprotokoll Fesseln anlegen und den man mit erneuerbaren Energien und Zwangssparmaßnahmen schlagen muss. Mit diesem Ziel hat sie an Willkürgesetzen mitgewirkt, die dem Grundgesetz entgegenstehen.
Nicht wenige unter uns Parteimitgliedern und sehr viele der Bürger im Lande sind der festen Überzeugung, dass diese unbegründeten Zwangsmaßnahmen nicht mit dem Rechtsstaatsprinzip vereinbar sind. Ganz abgesehen davon wird sich das Wetter ohnehin nicht daran halten, weil es seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt. Demzufolge ist der immense Aufwand sinnlose Umverteilung und Verschleuderung von Volksvermögen.

Wer diese Einwände aber vorbringt, der erlebt sein blaues Wunder.

 

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Argumente gegen Kammernzwang

November 29, 2007

Via Hermann Schrecker:

Ob Verwaltungsleute, die IHK und DIHK, kammertreue Unternehmer oder betonköpfige Politiker: Sie argumentieren für den Kammerzwang meist mit den gleichen Begründungen:

“Die Kammern haben viele wichtige Aufgaben zu erfüllen. Denken Sie z.B. an die gesamte Berufsausbildung. Das alles macht die Kammer. Und der Staat macht alles bekanntlich nur bürokratischer und teurer. Wollen Sie das?”
Die Kammern haben nur ganz wenige gesetzliche Aufgaben. Dazu gehört u.a. die Organisation der praktischen Prüfungen im Rahmen der beruflichen Ausbildung. Kammern haben keine Aufgaben in der Weiterbildung. Die haben die Kammern lediglich als Geschäftszweig entdeckt. Ohne Auftrag, aber in Konkurrenz zu den eigenen Mitgliedern.

“Die Kammern sind trotzdem sehr wichtig für die Berufsausbildung. Sie entwickeln die Berufsbilder und nehmen die Prüfungen ab.”
Für die Entwicklung von Berufsbildern ist das Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn (BIBB) mit seinen rd. 650 Mitarbeitern zuständig. Die Kammern sind nach §75 Berufsbildungsgesetz lediglich eine von mehreren “… zuständigen Stellen” im Sinne des Gesetzes und beraten zusammen mit dem BIBB neue Berufsbilder und Ausbildungsordnungen. Ebenso wie große Unternehmen, die ihren Bedarf vortragen und dabei auch Berufsbilder vorschlagen.

Kammern haben weder Sitz noch Stimme in einem Prüfungsausschuss. In den Prüfungsausschüssen sitzen Vertreter von Unternehmen, der Schulbehörde und der Arbeitnehmer. Die Prüfungen erfolgen durch die Berufsschullehrer (theoretisch) und Ausbilder der Unternehmen (praktisch).”
Die Berufsausbildung machen wir, die Unternehmer, nicht die Kammer. Die Prüfungen nehmen wir Unternehmer ab, als ehrenamtliche Prüfer in den Prüfungsausschüssen. Die Kammern stellen also lediglich die räumlichen und sachlichen Rahmen für die Ausbildungsprüfungen zur Verfügung - und das gegen zusätzliche Gebühren.

Bei Wegfall der Pflichtmitgliedschaft müssten die Kammern viele Aufgaben an den Staat zurückgeben, weil sie nicht kostendeckend zu erbringen sind. Wenn es die Kammern nicht mehr gäbe, müsste das alles vom Staat erledigt werden.”
Niemand will die Kammern abschaffen. Wir wollen die Zwangsmitgliedschaft abschaffen. Wir wollen freiwillige Mitgliedschaft, so wie in fast allen anderen Teilen der Welt.
Die Alternative ist keinesfalls Staat statt Kammern. Dies wäre keine Alternative sondern nur eine Verlagerung von Bürokratie.
Die Kammern sollen die Kosten endlich korrekt und ehrlich kalkulieren und außerdem gibt es für alle gesetzlich zugewiesenen Aufgaben auch Alternativen bei anderen Organisationen und Verbänden. Hier fehlt jeglicher Wettbewerb.
Daher lauten die Forderungen: Freiwilligkeit statt Zwang und Wettbewerb statt Monopol.

“Wir haben es geschafft, dass ein Drittel der Mitglieder keinen Beitrag mehr bezahlen muss.”
Dieses Drittel sind Nebenerwerbe mit weniger als 425,00 € Gewinn im Monat. Beamte, die nebenher noch einer Beschäftigung nachgehen, METRO-Schein-Inhaber und Gelegenheits-Selbstständige.

“Das Bundesverfassungsgericht hat die Pflichtmitgliedschaft erst kürzlich wieder bestätigt.”
Das Bundesverfassungsgericht hat 23 Verfassungsbeschwerden von Unternehmen nicht zur Entscheidung angenommen. Es gab also kein neues Urteil. Das Urteil von 1962 ist unverändert das einzige Urteil zum IHK-Zwang und damit 40 Jahre alt.
Der Hintergrund ist offensichtlich: Beim Europäischen Gerichtshof stehen ebenfalls Klagen gegen die Zwangsmitgliedschaft an. Falls nun Luxemburg anders urteilt als Karlsruhe, hätten das BVerfG und die Bundesregierung ein Problem. Also hat man kurzerhand das Verfahren erst gar nicht angenommen.

“Aus dem öffentlich-rechtlichen Status und den gesetzlich zugewiesenen Aufgaben ergibt sich die Pflichtmitgliedschaft.”
Die Kirchen sind öffentlich-rechtlich - ohne Zwangsmitgliedschaft.
Die Sparkassen sind öffentlich-rechtliche Anstalten - ohne Zwang.
ARD und ZDF sind öffentlich-rechtlich. Nur wer Radio und Fernsehen nutzt muss bezahlen.
Firmen wie TÜV GmbH, DEKRA GmbH, GTÜ etc. sind hoheitliche Aufgaben zugewiesen - verliehen - worden. (z.B. § 29 StVZO und § 47a StVZO).
Diese an Privat-Firmen zugewiesenen Aufgaben sind doch wesentlich höher zu bewerten, weil hier Leib, Leben und Gesundheit der Bevölkerung geschützt wird.

“Die Kammern machen ihre Aufgaben sehr gut und unterliegen der Rechtsaufsicht der Wirtschaftsministerien. Außerdem müssen sie sich einer Rechnungsprüfung unterziehen.”
Die Kammern werden nicht kontrolliert. Sie kontrollieren sich selbst - durch eine kammereigene Rechnungsprüfungsstelle mit Sitz in Bielefeld.
Die Landeswirtschaftsminister prüfen nur, ob formale Rechtsverstöße vorliegen und üben ihre Rechtsaufsicht nur äußerst zögerlich aus. Die Kammern sind in ihrem Finanzwesen autonom.
Die Kammern sind ein unkontrollierter und nahezu unkontrollierbarer Staat im Staate und werden von niemandem gezwungen, z.B. das Gebot sparsamer Haushaltführung anzuwenden.

“Die Kammern vertreten das Gesamtinteresse der Wirtschaft.”
Der Begriff “Gesamtinteresse der Wirtschaft” ist überhaupt nicht real - also eine reine Fiktion.
Das einzige “Gesamtinteresse” ist: Jedes Unternehmen will und muss Geld verdienen.
Ansonsten sind die Interessen unterschiedlich bis konträr. Es gibt selbst in gleichen Branchen gegensätzliche Interessen. Wie kann also eine Fiktion vertreten werden?
Außerdem: Wie will eine von mehr als 90% ihrer Mitglieder abgelehnte Institution überhaupt die Interessen ihrer Mitglieder kennen?

“Die großen Unternehmen tragen die Hauptlast der Finanzierung der Kammern.”
Das ist aber komisch! Von den großen Konzernen Daimler-Chrysler, Siemens, RWE usw. wissen wir, dass diese keine Gewerbesteuer mehr bezahlen. Die IHK-Beiträge sind aber an den Gewerbeertrag gekoppelt.
Wie also sollen dann “… die großen Unternehmen” die Hauptlast der Finanzierung tragen?

“Die Kammern werden von Unternehmerinnen und Unternehmern in Selbstverwaltung geführt, die demokratisch gewählt werden.”
Die Kammerwahlen sind keinesfalls demokratische Wahlen. Das hat auch das Bundesverwaltungsgericht am Beispiel der Handwerkskammer Konstanz kürzlich festgestellt.
Die bestehenden Vollversammlungen bestimmen die Regeln für die eigene Wiederwahl bzw. für die Wahl kammerfreundlicher Bewerber. Kein Außenstehender hat eine Chance, es sei denn er wendet Tausende von Euro und Hunderte von Stunden für seine Wahl auf.
Die Vollversammlungen sind nur ‘ein pseudo-demokratisches Mäntelchen’.

Gegen Monopole und Oligopole!

November 29, 2007

Monopol-Monopole-Oligopol-1

Petition gegen staatliches Zwangs-Pay-TV

November 28, 2007

To: Bundesregierung, Europäisches Parlament,

Im Rahmen des dualen Rundfunksystems ist es dabei Aufgabe des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die “Grundversorgung” für alle aus einem
umfassenden Programmangebot aus Informationen, Bildung, Unterhaltung und Kultur
anzubieten.

Privater Rundfunk wird entweder aus Werbeeinnahmen oder mittels Pay-TV finanziert.

Öffentlich rechtliche Programme dagegen können vom Zuschauer/Zuhörer Gelder zwangsweise eintreiben.

So lange keine technische Möglichkeit gegeben ist, die öffentlich rechtlichen Sender am heimischen TV- oder Radiogerät dauerhaft abzustellen, hat eine Gebühr zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender keine Berechtigung.

Defacto handelt es sich bei den öffentlich rechtlichen Programmen um PAY TV, nur das man hier als freier Bürger keine Möglichkeit eingeräumt bekommt den PAY TV Vertrag jemals zu kündigen.

Zudem kommen die Methoden, mit denen die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) vermeintlichen Zechprellern auf die Spur kommt, denen einer Drückerkolonne gleich. Andererseits haben die Vertreter keine Handhabe eine Privatwohnung zu betreten und schleichen sich daher gelegentlich um die Häuser um auch Nachbarn über persönliche Verhältnisse auszufragen.
Diese Machenschaften sind nicht haltbar!

Das unsoziale Prinzip der Rundfunkgebühren drängt Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik in die “Schwarzseherei”. Unbescholtene Menschen werden kriminalisiert, weil sie “illegal” Radio hören oder fernsehen. Das muss nicht sein! In Werbespots werden aggressiv sogenannte Nichtzahler kriminalisiert und mit dem Besuch eines Vertreters gedroht, der die Wohnung nicht betreten darf.

Öffentlich-rechtliche Programme (58xRadio und 14xTV - Quelle swr.de) werden zu über 80 Prozent aus Rundfunkgebühren finanziert.

Diese überdimensionale Versorgung mit Programmen hat mit einer Grundversorgung durch die öffentlich rechtlichen Programme absolut nichts zu tun.

In Zeiten ausfallender Werbeeinnahmenm haben die öffentlich-rechtlichen Programme einen Wettbewerbvorteil.

Zum einen missbraucht der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Gebührengelder, um private Mitbewerber beim Kauf der Übertragungsrechte der Fußballbundesliga mit der Bereitschaft zur Zahlung völlig überteuerter und wirtschaftlich nicht refinanzierbarer Preise aus dem Markt zu drängen, zum anderen nutzt er diese Gebührengelder zum Preisdumping beim Verkauf von Werbezeiten.

Deshalb fordern wir in gemäß der vom Verfasser eingebrachten Petition 1493/2002 an das Europäische Parlament die schnellstmögliche Einstellung der Zwangs-Rundfunkgebühren sowie die Auflösung der GEZ.

Sincerely,

The Undersigned

STOP GEZ

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Kommt Oswald Metzger in die FDP?

November 27, 2007

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Viele Parteifreunde an der Basis der baden-württembergischen FDP wünschen sich, dass Oswald Metzger in ihre Partei eintreten möge, damit diese endlich wieder über einen liberalen Ordnungspolitiker von Format verfüge. Bekanntermaßen ist das konturenarme Personal der Südwest-Liberalen von einer ihresgleichen bundesweit suchenden intellektuellen Ödnis und Kargheit geprägt. Pausenclowns wie Richard Drautz (nach Verlust seines Landtagsmandates beförderte man ihn zum Staatssekretär) und Sozialtanten wie Heiderose Berroth bestimmen das Bild, das nicht einmal landesbühnentauglich ist. Über Sachkompetenz verfügt weder die Partei noch die Fraktion im Südwesten - wenn man einmal von Justizminister Prof. Ulrich Goll absieht, der in bürgerlichen Kreisen hochgeschätzt, von den eigenen Funktionären aber nicht geliebt wird. Ein Querdenker wie Oswald Metzger wäre für dieses organisierte Mittelmaß eine manifeste Bedrohung. Die kleingeistigen Funktionäre und unterdurchschnittlichen Mandatsträger fürchten seinen Eintritt (den sie aus Imagegründen aber nicht ablehnen könnten) wie der Teufel das Weihwasser.

Wird er trotzdem den Sprung in die FDP wagen? Zu hoffen wäre es!

FDP-Basis gegen Anti-Raucher-Terror

November 27, 2007

Mehrere baden-württembergische FDP-Mitglieder unterstützen die Sammelklage gegen das von der schwarz-gelben Landesregierung erlassene, das Eigentumsrecht der Gastwirte und die Vertragsfreiheit verletzende rigorose Rauchverbot. Wir finden das prima und absolut unterstützungswürdig!

Die liberale Position:

Das Rauchverbot zerstört viele kleine Existenzen .

 

Wo man sich freiwillig aufhält, sollte es bei freiwilligen Lösungen bleiben.

Das Gesetz greift in unternehmerische Entscheidungen ein und verzerrtden Wettbewerb.

Da nicht alle Gaststätten die Möglichkeit haben ein Nebenzimmer zu erstellen

müssen viele Kneipen schließen. Eine Gaststätte ist kein öffentliches Gebäude.

Jeder Gast kann selbst entscheiden ob er in eine Gaststätte geht in der geraucht wird.

Das Gesetz ist eine Entmündigung der Bürger.

 

 

 

 

FDP von unten erneuern!

November 26, 2007

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Hier hat ab sofort die Herzkammer des organisierten Liberalismus in Deutschland das Wort: die Mitglieder von FDP und JuLis! Die Funktionärsnomenklatura hat hier Sendepause!